Wichtige Informationen zum Corona-Nachteilsausgleich

Am 24. Juni wurde das Mantelgesetz des Landes veröffentlicht, mit dem die Rechtsgrundlage für den sogenannten Corona-Nachteilsausgleich für Studierende gelegt wurde. Der Senat der Friedrich-Schiller-Universität hat in Erwartung dieses Gesetzes bereits am 2. Juni übergreifende Regelungen beschlossen, mit dem Ziel, eventuelle prüfungsrechtliche Nachteile, die durch Corona entstehen könnten, zu vermeiden.

Für Studierende bedeutet das konkret:

  • Über Änderungen von Prüfungsformen bzw. digitale Prüfungsformate informieren die Lehrenden mindestens 14 Tage im Voraus.
  • Eine Abmeldung von der Modulprüfung bzw. einer Teilprüfung ist bis eine Woche vor dem Prüfungstermin möglich, insofern noch keine Prüfungsleistung erbracht wurde. Unter der Voraussetzung, dass ein Prüfungstermin in Friedolin hinterlegt wurde, erfolgt die Abmeldung direkt über Friedolin. Andernfalls kann die Abmeldung ohne Angabe von Gründen über das Prüfungsamt vorgenommen werden.
  • Für eine im Sommersemester angetretene Prüfung, die nicht bestanden wurde, wird je Fach ein zusätzlicher Prüfungsversuch gewährt. Der zusätzliche Prüfungsversuch ist innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Nichtbestehens im Prüfungsamt zu beantragen.
  • Fristen zur Ablegung von Modulprüfungen und Abschlussarbeiten werden automatisch um ein Semester verlängert. Eine weitere Verlängerung ist auf Antrag im Prüfungsamt möglich.
  • Auch Abgabefristen für Abschlussarbeiten, Studienarbeiten, Haus- und Seminararbeiten sowie sonstige fristgebundene schriftliche Arbeiten können durch die Prüfenden verlängert werden, wenn ein Ausgleich von pandemiebedingten Beeinträchtigungen erforderlich ist. Die Dauer der zusätzlichen Verlängerung sollte hierbei nicht die Dauer der Beeinträchtigung überschreiten.
  • Modulabhängigkeiten können durch den zuständigen Fachbereich aufgehoben werden, falls Lehrveranstaltungen und Prüfungen aufgrund der Pandemie nicht planmäßig stattfinden konnten und damit ein erfolgreicher Abschluss des Studiengangs wesentlich gefährdet ist.
  • Insofern für die Anmeldung zur Abschlussarbeit eine bestimmte Anzahl an Leistungspunkten festgelegt ist, kann die Anmeldung erfolgen, wenn diese Anzahl um bis zu 15 Leistungspunkte unterschritten wird.
  • Wenn für die Zulassung zu einem Masterstudiengang eine Mindestanzahl an nachzuweisenden Leistungspunkten festgelegt ist, kann die Zulassung erfolgen, wenn diese Anzahl um bis zu 15 Leistungspunkte unterschritten wird.
  • Kann das Studium trotz der genannten Regelungen der Corona-Rahmensatzung nicht ordnungsgemäß absolviert werden, besteht die Möglichkeit, das Semester als besondere Studienzeit nicht auf die Regelstudienzeit anrechnen zu lassen Der Antrag bedarf einer Bestätigung des zuständigen Prüfungsamtes.

Die vollständige Rahmensatzung des Senats zur Regelung der Auswirkungen der Corona-Pandemie kann hier eingesehen werden.

Bei Rückfragen können Studierende sich an das zuständige Prüfungsamt wenden. Anregungen und Rückmeldungen können per E-Mail an feedback@uni-jena.de gegeben werden.

Weitere Regelungen zum BAföG und zur Aussetzung der Langzeitstudiengebühren wurden bereits auf Bundes- bzw. Landesebene getroffen.

Regelungen für Staatsprüfungen

Die Staatsprüfungen (Jura, Medizin, Pharmazie, Lehramt) liegen nicht in der Zuständigkeit der Universität. Insofern ist die Corona-Rahmensatzung hier nur bedingt auslegbar und unterliegt dem Entgegenkommen des Landes. Nachteilsausgleiche zu den Staatsprüfungen müssen deshalb über die Landesprüfungsämter kommuniziert werden.

Hinweis zu den Corona-FAQs

Die Corona-FAQs auf der Startseite der Universität Jena werden demnächst in Informationen zum aktuellen Semester überführt. Da sich die Rahmenbedingungen für die vorlesungsfreie Zeit und das Wintersemester jederzeit kurzfristig ändern können, sollten sich Studierende dort regelmäßig über Neuigkeiten informieren.