Zuschuss für Studierende in akuter Notlage

Ab Dienstag, 16. Juni 2020, können Studierende, die infolge der Corona-Pandemie in besonders akuter Not und unmittelbar auf Hilfe angewiesen sind, Überbrückungshilfe bei ihrem Studierendenwerk beantragen. Der Zuschuss von bis zu 500 Euro muss nicht zurückgezahlt werden.

Antragsberechtigt sind Studierende aus dem In- und Ausland, die an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland immatrikuliert sind. Die Anzahl der Semester oder das Alter sind keine Ausschlussgründe. Entscheidend ist die nachgewiesene, akute pandemiebedingte Notlage.

Nicht antragsberechtigt sind Studierende an Verwaltungsfachhochschulen oder Bundeswehrhochschulen, Studierende im berufsbegleitenden Studium bzw. dualen Studium, Gasthörer/innen sowie Studierende an staatlich nicht anerkannten Hochschulen.

Bis zu 500 Euro für Juni, Juli und August

Je nach nachgewiesener Bedürftigkeit können zwischen 100 Euro und 500 Euro als nicht rückzahlbarer Zuschuss gezahlt werden. Die Überbrückungshilfe kann jeweils für die Monate Juni, Juli und August 2020 beantragt werden. Entscheidend ist der Kontostand vom Vortag der Antragsstellung. Wer beispielsweise noch 200 Euro auf dem Konto hat, kann für den Monat der Antragsstellung 300 Euro Überbrückungshilfe erhalten.

Die Überbrückungshilfe kann ab Dienstag, 16. Juni 2020, um 12 Uhr in einem bundesweit zugänglichen, einheitlichen Online-Tool beantragt werden: www.ueberbrueckungshilfe-studierende.de

Zahlungen ab 25. Juni 2020

Hierfür hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Über das Portal werden die Anträge der Studierenden automatisch an das für sie zuständige Studenten- oder Studierendenwerk weitergeleitet. Die Anträge werden ab dem 25. Juni 2020 von den 57 im Deutschen Studentenwerk organisierten Studenten- und Studierendenwerke bearbeitet und ausgezahlt.

»Wir sind uns mehr als bewusst, dass viele Studierende akut finanzielle Hilfe benötigen und diese eher erwartet haben. Aber es handelt sich um ein ambitioniertes Projekt. Wir mussten in wenigen Wochen ein völlig neues online-gestütztes Förderverfahren für die bundeseinheitliche Überbrückungshilfe entwickeln. Uns ist wichtig, dass die Studierenden nun erstmal für den Juni die Hilfe beantragen können. Da wir parallel noch das Online-Portal programmieren müssen, können die Auszahlungen voraussichtlich erst ab dem 25. Juni 2020 erfolgen.«

Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks

Darüber hinaus besteht seit Mai 2020 bis Ende März 2021 die Möglichkeit, bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen zinsfreien Studienkredit aufzunehmen. Seit 1. Juni ist dies auch für internationale Studierende möglich, die sich seit weniger als drei Jahren in Deutschland aufhalten.

Weitere Informationen

Die wichtigsten Fragen zur Überbrückungshilfe werden auf der Webseite des Deutschen Studentenwerks beantwortet.

Das BMBF hat unter der Nummer 0800 26 23 003 eine Hotline speziell zur Überbrückungshilfe eingerichtet. Per E-Mail ist das Ministerium unter ueberbrueckungshilfe-studierende@bmbf.bund.de zu erreichen.