Weltweit studieren und forschen mit der Uni Jena

Studierende mit Maske in der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek

Johann Wolfgang von Goethe soll einmal gesagt haben: “Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen”. Das können viele Studierende bestätigen, die von ihren Auslandserfahrungen profitieren – persönlich und akademisch. Der wichtigste Förderer von Auslandsaufenthalten in Deutschland ist der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) – er fördert Studierende, Lehrende und Forschende, die außerhalb Deutschlands studieren, arbeiten und forschen möchten und natürlich auch diejenigen, die aus ihrem Heimatland nach Deutschland kommen.

Studieren in Europa

Durch das ERASMUS+-Förderprogramm unterstützt der DAAD Studierende, die innerhalb Europas Auslandserfahrungen sammeln möchten. „Europa“ bedeutet hier, dass Studierende in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten sowie in der Türkei, Norwegen, Island, Liechtenstein, FYR Mazedonien und Serbien studieren können. Über diese aufgezählten Länder hinaus gibt es noch Partnerschaften mit so genannten Partnerländern, in denen das Förderprogramm ebenfalls Austausche ermöglicht.

Grundlage für das Auslandsstudium mit ERASMUS+ ist ein Kooperationsvertrag, den die Friedrich-Schiller-Universität mit ihren Partnerhochschulen im Ausland abgeschlossen hat. Jährlich studieren rund 250 Studierende der Universität Jena auf diesem Weg im europäischen Ausland. Für welche Studienfächer und Fakultäten unsere Universität Austauschplätze anbietet, lässt sich auf den Seiten des Internationalen Büros sehr gut recherchieren. Ein großer Vorteil: Bewerberinnen und Bewerber konkurrieren „nur“ innerhalb der Universität Jena um die begehrten Studienplätze. Die Chance, dass es mit Wunschuniversität und Wunschland klappt, ist also relativ groß.

Studieren weltweit

Auch für Studierende, die weiter weg möchten – nach Kanada, Japan, USA, Australien oder China – bietet die Friedrich-Schiller-Universität attraktive Studienplätze im internationalen Ausland an. Im Rahmen bilateraler Austauschprogramme entfallen nicht nur die Studiengebühren der jeweiligen Partneruniversität, sondern die Qualität des Studienaustausches ist gesichert. Nichtsdestotrotz können sich Studierende darüber hinaus immer auch an einer Universität im Ausland bewerben, die keinen Kooperationsvertrag mit der Uni Jena geschlossen hat.

So oder andersherum ist die Finanzierung ein wichtiger Aspekt bei der Planung des Auslandsaufenthaltes und sollte deshalb schon frühzeitig bedacht werden. Nicht selten sind die Lebenshaltungskosten im Gastland höher als in Deutschland und hinzu kommen noch die anfallenden Reisekosten. Der DAAD bietet eine Vielzahl von Stipendien und Fördermöglichkeiten an – das Jahresstipendium ist nur eine Möglichkeit unter vielen, den Auslandstraum wahr werden zu lassen.

„Bei der Vielzahl an Austauschprogrammen und Fördermöglichkeiten ist es wichtig, frühzeitig einen Beratungstermin mit den Mitarbeitenden des Internationalen Büros zu vereinbaren“, rät Jana Blumenstein. So könne man gemeinsam und passend zum Studiengang das beste Angebot finden und bei den Bewerbungen bestmöglich unterstützen.

Wer sich für eine Förderung durch den DAAD interessiert, kann an der virtuellen Messe „studieren weltweit – ERLEBE ES!“ teilnehmen, die am 26. März von 13.00 Uhr bis 16.30 Uhr stattfindet. Die Messe wird vom DAAD organisiert, die Teilnahme ist kostenlos und erfordert lediglich eine Anmeldung. Auf dem Programm stehen Erfahrungsberichte Studierender, individuelle Beratungen und Vorträge.

Deutschland weltweit

Es reisen nicht nur viele Studierende jedes Jahr von Jena in die Welt, sondern es kommen auch viele hunderte Internationals nach Jena, um hier zu studieren. Und auch für Promovierende von Universitäten aus aller Welt ist die Friedrich-Schiller-Universität ein Ziel. Einer von ihnen ist Gastwissenschaftler Sudhir Lima aus Odisha, Indien.

Sudhir Lima aus Odisha, Indien ist Gastwissenschaftler an der Universität Jena.

Er forscht am Lehrstuhl für Anorganische Chemie II und untersucht im Rahmen seiner Doktorarbeit die biologischen und katalytischen Anwendungen von Übergangsmetallen in den Laboren der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät – basierend auf den Ideen, die sein Betreuer in Indien, Prof. Dr. Rupam Dinda und Prof. Winfried Plass aus Jena entwickelt haben. Im Interview sagt er uns, wie glücklich er ist, in Jena zu sein. „Mein Labor in Indien musste aufgrund der Pandemie schließen und ich konnte nur Schreibarbeit erledigen. Ich habe acht Monate verloren. Hier in Jena kann ich nun endlich wieder Reaktionen durchführen.“

Viele Doktoranden und Dokotorandinnen kommen für temporäre Forschungsaufenthalte nach Jena. Der DAAD fördert diese Aufenthalte mit Kurzstipendien und Jahresstipendien. Es gibt aber auch Stipendien für die gesamte Promotion an einer deutschen Universität mit bis zu vier Jahren Laufzeit. Die Graduierten-Akademie der Universität berät ausländische Forschende, Promovierende und Postdocs von Anfang an – auch zu den Fördermöglichkeiten. „Der internationale Austausch ist für die Universität Jena sehr wichtig“, erklärt Dr. Schwarzkopf von der Graduierten-Akademie. „Der Erkenntnisgewinn durch den Austausch von Wissen über Grenzen hinweg, ist eine Grundvoraussetzung für innovative Forschung.“

Studieren weltweit – ERLEBE ES! (virtuelle Messe)
Wann: 26. März von 13.00 Uhr – 16.30 Uhr