Digitale Lehre an der Universität Jena vom 3. bis 14. Januar 2022

Liebe Mitglieder und Angehörige der Friedrich-Schiller-Universität Jena,

das Thüringer Bildungsministerium hat heute vom 5. bis zum 14. Januar 2022 überwiegend digitalen Unterricht in den Thüringer Schulen angekündigt (am 3. und 4. Januar 2022 bleiben die Schulen geschlossen). Davon sind zahlreiche Eltern unter den Beschäftigten, Lehrenden und Studierenden betroffen und die Situation erfordert erneut, dass wir gegenseitig Rücksicht nehmen.

Vom 3. Januar bis zum 14. Januar werden deshalb alle Präsenzveranstaltungen auf digitale Formate umgestellt, mit dem Ziel ab dem 17. Januar wie im Dezember wieder eine vorsichtige und verantwortungsvolle Präsenz zu ermöglichen, wo Lehrende und Studierende dies gemeinsam vereinbaren. Ausgenommen von der Umstellung auf digitale Formate sind nur Praktika und praktische Übungen, Supervisionen mit medizinischer Indikation sowie Prüfungen und Promotionsverteidigungen, die notwendig in Präsenz durchgeführt werden müssen. Seminare mit einer Teilnehmerzahl von max. 15 Personen können bereits ab dem 10. Januar wieder in Präsenz überführt werden, wenn die Präsenz didaktisch notwendig ist, Lehrende und Studierende sich zuvor auf das Präsenzformat gemeinsam verständigen und zusätzlich zu den Anforderungen im Infektionsschutzkonzept Abstand gehalten werden kann.

Vorgesetzte werden gebeten, überall wo dies möglich und aufgrund von Kinderbetreuung nötig ist, das mobile Arbeiten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ermöglichen und zu unterstützen.

Es fühlt sich ein wenig an wie ein Dejá-vu, dass wir erneut über Weihnachten und den Jahreswechsel hinaus in eine ungewisse Pandemielage im Januar blicken. Es gibt jedoch einen wesentlichen Unterschied: über 90% der Studierenden und Lehrenden sind geimpft und der größte Teil hat bereits die dritte schützende Impfung oder einen Termin für diese. Die Impfung schützt uns nicht sicher vor einer Ansteckung mit der Omikron-Variante. Sie schützt uns jedoch in großer Zahl vor einem schweren Verlauf. Das Impfzentrum, das wir gemeinsam mit der Stadt im Campus-Foyer betreiben, ist deshalb auch an Heiligabend und zwischen den Jahren geöffnet. Wer sich dort boostern lassen möchte, kann dies bereits drei Monate nach der zweiten Impfung ohne Termin. Die genauen Öffnungszeiten finden Sie auf den Internetseiten der Universität und der Stadt Jena. Die Impfung lässt hoffen, dass wir die für Januar angekündigte 5. Welle gut überstehen. Dennoch ist mit vermehrter Quarantäne zu rechnen, die uns in den ersten Monaten des neuen Jahres einschränken wird.

Die letzten beiden Jahre haben uns allen viel Kraft abverlangt. Ganz gleich, ob Sie unter Pandemiebedingungen studiert haben, gerade erst das Studium begonnen haben oder ob Sie als Lehrende und Beschäftigte alles gegeben haben, damit Studium und Forschung unter sicheren Bedingungen erfolgreich waren. Ich wünsche Ihnen, dass Sie die nächsten Tage zur Ruhe kommen und Kraft tanken können für das neue Jahr. Und falls Sie zu denjenigen gehören, die auch über die Feiertage arbeiten oder lernen, wünsche ich Ihnen dabei viel Erfolg.

Anfang Januar wird das Präsidium die Lage neu bewerten und Sie gegebenenfalls über Änderungen unterrichten.

Ich wünsche Ihnen allen trotz der Einschränkungen durch die Pandemie frohe und friedliche Festtage und einen guten Start in das neue Jahr.

Prof. Dr. Walter Rosenthal
Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena